Nun bin ich bei der Vorarlberg Milch angekommen und habe die Möglichkeit, mir die Produktion ein wenig näher anzusehen.

Die Milch, welche von den umliegenden Bauern aufgesammelt wird, gelangt hier in die großen Tanks.

Bevor es in die Produktionshallen geht, muss man mehrere Hygienezonen betreten.

Nachdem ich spezielle Kleidung und Schuhe angezogen, mir die Hände gewaschen und desinfiziert habe, geht es weiter zu einem Drehkreuz welches sich nur öffnet, nachdem man seine Hände in die Desinfektions-Sprühstation hineinlegt.

Flott oder? 😉

Als erstes betrete ich eine große Halle mit einer Abfüllanlage.

Diese Maschine befüllt und verpackt automatisch Milch. Je nach Wunsch können auch zwei verschiedene Produkte gleichzeitig abgefüllt werden. Nach dem Befüllen läuft die Ware auf einem Laufband zum nächsten Schritt und gelang dort in die Verpackungsmaschine

Das Herz der Vorarlberg Milch ist die Steuerzentrale. Von hier aus wird jeder Schritt genauestens beobachtet. Welche Milch gelangt wo hin, welche Geräte werden an und abgeschaltet… u.v.m.

Was hier wie ein Schiffsmotor ausschaut sind die Weichen für die verschiedenen Milchpipelines. Druckventile öffnen und schließen Ventile, damit das passende Produkt auch zum nächsten richtigen Produktionsschritt gelangt.

Hier sieht man Milch- und Molkeseperatoren. Um Magermilch zu erhalten, findet hier eine Entrahmung statt. Die mechanische Entrahmung durch Zentrifugalkraft ist notwendig, um die Rohmilch in Rahm und Magermilch zu trennen. Dies ist eine recht warme und laute Angelegenheit. 🙂

Ich bin hier um mir die Produktion eines echten Bergkäses anzuschauen. Hier schauen wir in einen kupfer Kessel, auch Fertiger genannt. Nur in einem solchen darf der Vorarlberger Bergkäse g.U. (geschütze Ursprungsbezeichnung) produziert werden.

Nun erfolgt die Kulturzugabe. Die sogenannten Kulturen sind auserwählte Mikroorganismen (Milchsäurebakterien) welche dem Vorarlberger Bergkäse den  typischen Charakter verleihen.

Nachdem dies geschehen ist, wird eine Probe in das eigene Labor gebracht. (Prüfung der Milch auf die chemische Beschaffenheit: Fett, Eiweiß, Frischezustand..) Sollten Unstimmigkeiten auftreten, kann hier noch frühzeitig eingegriffen werden.

Nun wird das Lab hinzu gegeben,  welches die Milch dick legt. Fachbegriff „Koagulation der Milch“.

Nach einiger Zeit wird geprüft, wie weit sich die Milch nun gefestigt hat. Reißt die Gallerte an der Oberfläche leicht auf, weiss man das der Zeitpunkt genau richtig ist und der Käse langsam geschnitten werden kann.

Ist die richtige Größe des Bruchkorns durch das Schneiden erreicht kann das Bruchmolke Gemisch  unter schonendem aufrühren auf mind. 50°C angewärmt (gebrannt) werden.

Nach dem Brennen , kommt die Griffprobe des Bruchkorns. Ist das Bruchkorn bereit zum abfüllen kann der Käse portioniert und von der Molke separiert werden.

Bevor die Käse nun ca. 4 Stunden gepresst werden, wird der „Personalausweis“ (Kaseinmarke) hinzugefügt. Anhand dieser Nummer weiß man, dass es ein echter Vorarlberger Bergkäse ist.

Nun fahren die großen Pressen nach Unten und pressen die Molke aus dem Käse heraus.

Die Heiligen Hallen der Vorarlberg Milch. Der Käsekeller. Ich muss gestehen….der Geruch ist schon extrem und ich brauche eine Zeit um mich ein wenig daran zu gewöhnen.

Hier finden die verschiedenen Käsesorten der Produktion Platz und haben die Möglichkeit in Ruhe zu reifen.

Nach so vielen interessanten Eindrücken möchte ich natürlich ein paar der Käse probieren. Stärkung muss ein! Direkt auf dem Gelände der Vorarlberg Milch  werden diese im V-Milch Lädele angeboten. Ich finde es unglaublich spannend welche Schritte ein solcher Käse mitmacht, bevor er dann bei uns auf dem Tisch liegt. Es ist ein Handwerk, welches viel Feingespür benötigt. Natürlich sind auch die Produkte wichtig die zum Einsatz kommen. Genau das möchte ich mir  auch noch ansehen. Woher kommt eigentlich die Milch? Dies zeige ich Euch in einem weiteren Beitrag.

http://www.vmilch.at

Hmmm! Schmackofatzo

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