Woher kommt eigentlich die Heumilch? Ich habe ja bereits aus der Produktion der Vorarlberg-Milch berichtet! (hier der Beitrag) Nun mache ich mich auf den Weg zum Ursprung der Heumilch.

Es geht nach Lech. Die Gemeinde ist ein international bekannter Wintersportort am Arlberg.

Ich wurde herzlich von Peter Jochum empfangen. Er ist Heumilchbauer in Lech und liefert seit vielen Jahren die Milch an die Firma Vorarlberg-Milch.

Als erstes fallen mir auf der großen Scheunenseite die zahlreichen Auszeichungen auf. Diese werden bei Wettbewerben rund um das Thema Milchkühe vergeben.

Milchkühe benötigen täglich 50 bis 80 Kg Futter, am liebsten Gras oder natürlich Heu. Hier ein Blick in die Scheune. Oben erkennt man ein Kran, der das begehrte Futter nach unten befördert.

Um sich auf den steilen Hängen bewegen zu können, wird modernes und stabiles Gerät benötigt. Ist das wirklich noch ein Traktor?

Der treue Begleiter von Peter ist immer mit dabei.

Nun geht es auf die Alpe. Wunderschön! Nach engen und steilen Passagen sind wir oben angekommen. Hier ist eine herrliche Luft und tolle Aussicht. Auf einem Quadratmeter Almwiese blühen über sechzig verschiedene Blumen, Gräser und Kräuter.

Heuwirtschaft ist die ursprünglichste Form der Milcherzeugung. Die Fütterung erfolgt angepasst an den Lauf der Jahreszeiten.

Im Sommer kommen die Kühe auf die Weide um zu grasen, im Winter werden die Tiere mit Heu gefüttert. Dies ist ein Einblick in einen Stall, direkt auf der Alpe. Hier werden die Tiere vor Ort gemolken und müssen nicht aufwendig in das Tal getrieben werden, was auch bei den Tieren Stress reduziert.

Solch lieben und ruhigen Kühen bin ich bisher noch nicht begegnet. Sie liegen entspannt auf dem frischen Gras und genießen die Umgebung. Wenn Kuh…dann hier 😉

Hauptgebiete der Heumilch sind Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich und die Steiermark. Nur die Produkte mit dem „Heumilch-Logo“ erfüllen die strengen Bestimmungen. Die Vorarlberg Milch ist frei von Gentechnik.

Die Herstellung von Heumilch ist die ursprünglichste Form der Milchgewinnung. Das natürliche Aroma und die hohe Qualität machen Heumilch so wertvoll. Bei diesen Kühen sieht man einfach, wie gut es ihnen geht.

Die vielen verschiedenen Gräser und Kräuter auf der Wiese sorgen in der Milch für Qualität und gutes Aroma. Möchte man sich nicht einfach dazu legen? Hier kann man es wirklich aushalten 🙂

 

Wisst ihr wie viele Kühe ein Bauer im Durchschnitt in der Alpenregion hat? Es sind gerade mal 19. Ich war sehr überrascht und hätte gedacht es wären wesentlich mehr.

Das Endprodukt ist ein herrlich schmeckender Bergkäse aus Heumilch. Er ist ursprungsgeschützt in der EU und ein Käse mit Tradition. Auf meinem Spaziergang durch die schöne Landschaft genieße ich den Käse mit einem Stück Baguette. Was braucht man mehr?

Strenge und regelmäßige, von unabhängigen Stellen durchgeführte Kontrollen, sind unabdingbare Voraussetzung für das Gütesiegel. Lebensmittel, die den strengen Herkunfts- und Qualitätsanforderungen der AMA entsprechen, sind auch ganz einfach am AMA-Gütesiegel zu erkennen.

Dies ist ein „Ländle Weinkäse“. Er wird aus frischer Alpenmilch hergestellt. Seine Herstellung erfordert handwerkliches Geschick und viel Fürsorge. Während seiner 4-monatigen Reifezeit im Naturkeller wird er mindestens 2 mal wöchentlich mit Rotwein veredelt. Das waren wirklich tolle Eindrücke. Ich bin begeistert von der liebevollen Zuwendung zu den Tieren und den Umgang mit der Natur. Ich freue mich schon auf einen nächsten Besuch und halte Euch auf dem Laufenden.

http://www.vmilch.at

http://amainfo.at

Hmmm! Schmackofatzo

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