Heute bin ich in Düsseldorf unterwegs! Es geht für eine Cocktail Masterclass in das “QOMO”, dem höchsten Asian Fusion Restaurant Düsseldorfs.

Der Rheinturm ist mit 240,50 Metern das höchste Bauwerk der Stadt und der zehnthöchste Fernsehturm in Deutschland.

Der Drehmechanismus des Turms rotiert innerhalb von 72 Minuten einmal um die eigene Achse.

Von hier oben kann man seine Blicke schweifen lassen und einen spektakulären Blick über die gesamte Region genießen. Es gibt immer etwas zu entdecken!

In der QOMO Bar und Lounge auf 172 Meter Höhe begrüßt uns Klaus Liebscher, der sich in der Szene als kreativer Mixologe einen Namen gemacht hat. In der Bar über den Dächern Düsseldorfs sorgt er für spannende Cocktails, die unser Herz höher schlagen lassen. Ich möchte Euch drei der besonderen Coktails vorstellen.

Toujours l‘Amours

50 ml 1 BL 80 ml

RIESLING VERJUS

WEIßER ROHRZUCKER

THOMAS HENRY SODA

ZUBEREITUNG

Einer Legende nach, kommt das deutsche Wort „Schorle“ von napoleonischen Soldaten, diesich ihren Wein mit Wasser streckten – oder war es doch umgekehrt? – und dann gegenseitig zuprosteten und dabei auf die ewige Liebe schworen. Nach einigen dieser verwässerten Traubensäfte haben die umstehenden Deutschen dann statt Toujours l’Amour nur noch einSchorle-Morle verstanden. Als die Französischen Soldaten wieder abzogen, hinterließen sie so ein Stück französische Trinkkultur in Deutschland und auch in der deutschen Sprache.

Dieser Legende ist dieser alkoholfreie Aperitif gewidmet, dessen Grundlage Riesling Verjus aus dem Rheingau bildet. Der Traubensaft aus unreif geernteten Trauben, bei denen sich der Fruchtzucker nur teilweise ausgebildet hat besticht durch seine besonders fruchtigen und floralen Aromen.

Der Riesling Verjus wird im Glas mit etwas Rohrzucker geschwenkt, dann kommen Eiswürfel und Soda dazu, anschließen wird alles vorsichtig verrührt – damit sich zwar alle Zutaten vermischen aber die Kohlensäure nicht entweicht. So entsteht ein leichter und spritziger Aperitif, der sich als alkoholfreie Alternative zu Champagner empfiehlt.

GARNITUR

Garniert mit einer zur Spirale gedrehten Limettenzeste und einer Blüte wird der Drink auch zu einem optischen Highlight.

Hausgemacht Zitronenlimonade

60 ml SWEET&SOUR*
120 ml THOMAS HENRY SODA

ZUBEREITUNG

Auch soetwas mutmaßlich banales wie eine hausgemachte Zitronenlimonade kann begeistern, wenn man Sie denn mit Liebe zubereitet. Die Basis bildet ein hausgemachter Sweet&Sour-Premix, der einfach mit der doppelten Menge Soda aufgegossen und vorsichtig verrührt wird. Viel Eis hilft die Kohlensäure des Soda-Wassers zu halten und kühlt sich gegenseitig – so bleibt die erfrischende Limonade länger kühl!

GARNITUR

Der Drink wird von allen Seiten mit einer Zitronenzeste abgespritzt und anschließend mit dieser garniert.

Masanori Ito ist im Übrigen der Küchenchef im “QOMO”. Er ist ein Meister seines Fachs. In der Welt zuhause, ob in Dubai, London oder Düsseldorf. Heute genießen wir kleine Leckereien zwischen den Cocktail-Gängen 🙂

DAIQUIRI: BEURRE NOISETTE

60 ml  NUSSBUTTER-PAMPERO-BLEND*

30 ml LIMETTENSAFT

 25 ml LÄUTERZUCKER 3:2

ZUBEREITUNG

Dem Rezept nach ein traditioneller Daiquiri, allerdings um das kräftige Aroma gebräunter Butter ergänzt wird dieser Drink zu einem wahrlichen Highlight einer jeder Hausbar. Die Zutaten werden – wie beim klassischen Daiquiri auch, kräftig und lange mit Eiswürfeln geshaked, und anschließend in ein vorgekühltes Glas doppelt abgeseiht. Anders als der klassische Daiquiri bietet sich für diesen Drink ein Glas an, in dem sich das wunderbare Bouquet der Nussbutter besser entfalten kann. Ein sich nach oben verjüngender Kelch wie bei einem Weinglas fängt den süßlich karamelligen Duft der Nussbutter ein, führt man den Drink nun zum Mund, ragt die Nase unweigerlich in das Glas und sendet ihre Sinneseindrücke an das Gehirn, welches nun einen entsprechend süßen und cremigen Cocktail erwartet. Die Überraschung folgt nun mit dem ersten Schluck: die frische eines Diaquiris wie man ihn kennt, also die fruchtigen und würzigen Noten des Rums kombiniert mit der Frische und Säure der Limette sind so ganz anders als die Aromen, die unsere Nase wahrgenommen hat und machen diesen Daiquiri nicht nur zu einem durstlöschenden Aperitif, sondern auch zu einem unverwechselbaren Trinkerlebnis.

GARNITUR

Um die vielschichtigen Aromen im Bouquet dieses Glases keinen störenden Einflüssen auszusetzen, wird dieser Cocktail nur ganz dezent am Stil des Glases garniert, eine Limettenzeste wird um den Stil gewickelt und aufgespießt und dient so als Halterung für eine Butterblume.

NUSSBUTTER-PAMPERO-BLEND*

250 g NUSSBUTTER

500 ml PAMPERO BLANCO

250 ml PAMPERO ANEJO

Die Butter wird in einer Sauteuse (oder Pfanne) gebräunt, also vorsichtig erhitzt, so lange bis sie einen leicht bräunlichen Farbton angenommen hat. Der in der Butter enthaltene Milchzucker ist nun karamellisiert und hat der Nussbutter ihr typisches Aroma verliehen, das an Haselnuss oder Milchtoffees erinnert. Die flüssige Nussbutter sollte nun in ein anderes –hitzefestes – Gefäß gegeben werden, um zu verhindern, dass sie in der noch heißen Sauteuse verbrennt und nun in Ruhe auskühlen kann. Wenn die Butter eine Temperatur erreicht hat, bei der sie gerade noch flüssig ist, dann kann sie bedenkenlos in eine Flasche für das nun folgende Fatwashing gefüllt werden, ohne dass man Angst haben muss, dass die Flasche mit dem Hitzeschock reißt.

Aufgefüllt wird die Flasche nun mit Pampero Blanco, dieser Rum bringt fruchtige Aromen wie Banane und grünen Apfel mit sich, und mit seinem älteren Bruder Pampero Anejo, die gereifte Version fügt die Aromen von winterlichen Gewürzen, Tabak und Leder dem Rum- Blend hinzu. Fest verschlossen wird die Flasche nun für etwa drei Stunden in einem Wasserbad oder der Spülmaschine auf einer Temperatur gehalten (ca. 60°C), bei der die Butter flüssig bleibt und ihr Aroma an den Rum übertragen kann. Kopfüber langsam abgekühlt auf etwa 3°C wird die Butter steinhart und der Rum lässt sich mit einem feinen Tuch oder Kaffeefilter wieder von der Butter trennen.

Vielen Dank Claus, für die spannende Masterclass “Sweet & Sour”. Wir haben viel gelacht, mitmachen dürfen und viele tricks gelernt. Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen.

Hmmm! Schmackofatzo

http://www.qomo-restaurant.com

https://www.textschwester.de

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