„Liebe ist erfinderisch und packt an. Als Christen sollten wir Menschen der Zuversicht, der aktiven Hoffnung und der weltgestaltenden Liebe sein“ – in seiner Predigt im Aachener Dom rief Kardinal Walter Kasper zu mehr Miteinander und Mitgefühl mit Flüchtlingen auf. Das Pontifikalamt am 9. April war der Auftakt zum Weltkirchlichen Fest, das das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ gemeinsam mit missio und Misereor anlässlich der bevorstehenden Verleihung des Karlspreises an Papst Franziskus veranstaltete.

„Die europäische Hoffnung liegt auf dem Papst. Er hat das Feuer der europäischen Idee neu entfacht. Statt Ausgrenzung und Stacheldrahtzäunen braucht der Kontinent jetzt wieder eine Vision und eine Stimme“, so der Kardinal zur Auszeichnung des Kirchenoberhauptes. Ganz in diesem Sinne stellten die drei Hilfswerke ihre Arbeit mit Flüchtlingen auf dem Fest im Herzen Aachens vor.

„Fürchtet euch nicht!“ – die zentrale Botschaft im Jahr der Barmherzigkeit

„Wir dürfen keine Angst vor Flüchtlingen haben“, stellte der Kardinal heraus: „Die Botschaft ‚Fürchtet euch nicht!‘ kann aus der Schockstarre befreien. ‚Fürchtet euch nicht!‘ ist die zentrale Botschaft des gegenwärtigen Jahres der Barmherzigkeit. Es will uns sagen: Der Gott, den Jesus verkündet, ist nicht der Gott der Angst macht. Es ist der Gott, der mit uns ist, der uns tröstet, der Leben und die Freude des Lebens schenkt, der Gott, der in seiner grenzenlosen Barmherzigkeit immer wieder einen neuen Anfang schenkt.“

„Fürchtet euch nicht!“ – das kann man von Kinder lernen

Die Worte des Kardinals wirkten den ganzen Tag über nach: Die Beteiligung an der Mitmach-Aktion „Leben retten!“ der Sternsinger, bei der sich Kinder für Flüchtlinge einsetzen, war überwältigend. Gemeinsam mit Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger’, nahm der Kardinal die 2000. Planke der Aktion entgegen. „Kinder gehen offen auf andere Menschen zu und wollen helfen“, sagte der Kardinal nach der Übergabe. Von ihnen könne man das „Fürchtet euch nicht!“ lernen.

Auch Krämer lobte das Engagement der Kinder: „ Für sie sind Stichworte wie Flüchtlingsquoten oder Grenzsicherung völlig abwegig. Ihnen geht es um die Rettung von Menschen, die ihre Heimat aus großer Not verlassen mussten. Als Christen können wir an der Not dieser Menschen nicht einfach vorbeiblicken. Deshalb setzt sich das Kindermissionswerk für die elementaren Menschenrechte der Flüchtlinge weltweit ein. Der Einsatz der Kinder bestärkt uns darin, dass wir mit unserer Botschaft auf dem richtigen Weg sind.“

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MITMACH-AKTION „LEBEN RETTEN!“

Das Boot ist zum ersten Mal in See gestochen

Es ist sieben Meter lang, fast zweieinhalb Meter breit und sein Mast ragt über vier Meter in die Höhe: Das Boot zur Aktion „Leben retten!“ wurde heute erstmalig auf dem Katschhof in Aachen der Öffentlichkeit präsentiert. Insgesamt sind 96 Planken verbaut. Die von Amelie, Lilli und Stina ist auch dabei – und natürlich mussten sie sofort noch einmal nachzählen: „Stimmt genau. 96 Stück“, stellten sie nach einigem Rechnen fest und zeigten stolz auf ihre Planke ganz vorn im Bug des Bootes.

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Aachener Hilfswerke für Flüchtlinge

Auf dem Katschhof in Aachen veranstaltete das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ gemeinsam mit missio, Misereor und der Caritas heute anlässlich der Verleihung des Karlspreises an Papst Franziskus ein Fest. Im Mittelpunkt stand die Arbeit der Werke für Flüchtlinge. Anlass genug für das Kindermissionswerk, ein erstes symbolisches Boot aus den Planken der Aktion “Leben retten!” zu präsentieren und Kinder und Jugendliche einzuladen, bei der Aktion mitzumachen.

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Kaum hatte das Fest offiziell begonnen, war der Stand der Sternsinger voll mit Kindern. Bis zu 30 Jungen und Mädchen malten gleichzeitig. Als der Platz im Aktions-Zelt nicht mehr reichte, wurde kurzerhand davor weiter geschrieben und gemalt. Sarah (10) und Elias (13) waren mit ihren Eltern vorbeigekommen. „Ein Leben ist mehr wert als alle Macht der Welt“ – dieser Satz zierte ihre Planke nach knapp einer Stunde. „Wir wollen, dass die Politiker etwas tun. Die sagen immer nur, dass die was machen wollen, und dann passiert nichts. Deswegen haben wir hier heute mitgemacht“, bekräftigten die beiden und zeigten ihre Planke den anderen Kindern im Zelt.

Und genau darum geht es: „Leben retten!“ ist eine Aktion von Kindern für Flüchtlinge. Noch bis zum 1. Juni 2016 sind alle eingeladen, ihre Wünsche oder Forderungen auf Holzplanken zu malen oder zu schreiben. Aus den Planken entsteht ein großes Boot, das die Kinder Politikern und anderen Entscheidungsträgern präsentieren. „Kinder sprechen eine ehrliche Sprache. Für sie sind aktuelle Stichworte wie ‚Flüchtlingsquoten‘ oder ‚Grenzsicherung‘ völlig abwegig. Ihnen geht es um die Rettung von Menschen, die ihre Heimat aus großer Not verlassen mussten“, so Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘.

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Ein Jubiläum zum Fest

Pünktlich zum heutigen Fest ist die 2000. Planke für die Aktion fertig geworden. Auch sie wird schon bald Teil eines Bootes sein. Denn für das große Finale der Aktion zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2016 soll ein viel größeres Boot entstehen. Gestaltet haben die Jubiläumsplanke die Kommunionkinder der Gemeinde St. Josef in Herzogenrath bei Aachen. Prälat Krämer nahm das kleine Kunstwerk gemeinsam mit Kardinal Walter Kasper entgegen, der extra aus Rom angereist war und den Tag mit einem feierlichen Pontifikalamt im Aachener Dom eingeleitet hatte.

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Pressetexte: Kindermissionswerk / Die Sternsinger / Aachen